Pressemitteilungen Schweiz

11. März 2021 - Atradius erzielt 2020 ein Jahreergebnis von 44,2 Mio. Euro

Atradius ist auch 2020 profitabel und erzielt ein Jahres­ergebnis von 44,2 Millionen Euro

Hohes Service-Engagement sichert stabile Erträge

Amsterdam/Zürich, 11. März 2021 – Atradius N.V. gab heute für 2020 einen Gewinn von 44,2 Millionen Euro im Vergleich zu 227,7 Millionen Euro für 2019 bekannt. Der Gewinn stellt ein solides Ergebnis in einem Jahr voller Unsicherheiten dar, die das Risiko erheblich erhöht haben. Zu den wichtigsten Faktoren, die den Markt beeinflussten, gehörten der Handelskrieg zwischen den USA und China, die Brexit-Verhandlungen, der Preiskrieg auf dem Öl- und Gasmarkt und vor allem die Covid-19-Pandemie, die weltweit zu geschäftlichen Lockdowns geführt hat. Um in diesem Umfeld den bestmöglichen Versicherungsschutz gewährleisten zu können, hat Atradius eng mit seinen Kunden zusammengearbeitet.  So konnte Atradius trotz geringerer versicherter Umsätze stabile Einnahmen erzielen und die Schadenabläufe effektiv gestalten, so dass Kundenansprüche effizient und zeitnah erstattet werden konnten.

  • Die Brutto-Prämieneinnahmen sanken um 1,8 % (um -0,8 % bei konstanten Wech­selkursen)
  • Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 44,2 Millionen Euro
  • Die Brutto-Schaden-Kostenquote beträgt 94,3 %
  • Das Netto-Versicherungs- und Service-Ergebnis reduziert sich um 75,7 % auf 79,2 Millionen Euro
  • Eigenkapital und nachrangige Verbindlichkeiten reduzieren sich um
    4,1 %
  • Solide Solvabilitätsquote über 200 %1
  • Die Kundenbindungsrate erreicht 92,7 % und zeigt somit die hohe Service-orientierung von Atradius auch in diesen schwierigen Zeiten
Die wichtigsten Zahlen (in Millionen Euro) im Überblick: 2020 2019 Änderung in %

Brutto-Prämie

1.727,4

1.759,5 -1,8 %

Versicherungseinnahmen

1.860,5

1.896,0 -1,9 %

Brutto-Gesamteinnahmen (Versicherung und Service)

1.979,4

2.012,0 -1,6 %

Versicherungs- und Service-Ergebnis

79,2      325,4    -75,7 %

Ergebnis nach Steuern

44,2      227,7    -80,6 %

Brutto-Schadenquote

(Brutto-Schadensumme / Gesamteinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft)

58,6 % 42,8 % 15,8 % Pkt

Brutto-Kostenquote

(Bruttokosten Versicherungsgeschäft / Gesamteinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft)   

  35,7 %  35,9 % -0,1 % Pkt

Brutto-Schaden-Kostenquote

94,3 % 78,7 %  15,7 % Pkt

Gesamteinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft

     

Bilanzsumme Aktiva

5.380,2 5.067,4 6,2 %

Eigenkapital und nachrangige Verbindlichkeiten        

  2.237,5 2.332,7 -4,1 %

Prämieneinnahmen

Die Brutto-Prämieneinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft von Atradius sanken 2020 um 1,8 % (bei konstanten Wechselkursen um 0,8 %) auf 1.727,4 Mio. Euro (2019: 1.759,5 Mio. Euro). Dies spiegelt einen Rückgang der versicherten Umsätze wider, der in erster Linie auf den weltweiten Lockdown zurückzuführen ist. Nichtsdestoweniger liegt die Kundenbindungsrate mit 92,7 % auf einem sehr hohen Niveau.

Schäden

Atradius erreichte 2020 eine Brutto-Schadenquote von 58,6 %. Die Schadenrückstellungen wurden aufgrund erwarteter potenziell höherer Schadenaufwendungen aufgrund des Lockdown im Zusammenhang mit Covid-19 erhöht. Dabei wurde eine ausgewogene Risikoannahmequote beibehalten und unseren Kunden eine umfassende Deckung geboten.

Kosten

Die Brutto-Kostenquote verbesserte sich von 35,9 % (2019) auf 35,7 % vor allem aufgrund von Sparmassnahmen, die zu Beginn des Lockdowns ergriffen wurden. Gleichzeitig haben wir unser innovatives, unternehmensweites über mehrere Jahre laufendes Programm zur Modernisierung unserer IT-Systeme mit einer Reihe von Massnahmen zur weiteren Unterstützung unserer Kunden fortgesetzt.

Versicherungs- und Service-Ergebnis

Das Versicherungs- und Service-Ergebnis von Atradius verringerte sich um 75,7 % auf 79,2 Mio. Euro (2019: 325,4 Mio. Euro). Das ist vor allem auf geringere Erträge durch den Rückgang des versicherbaren Geschäfts in Verbindung mit erhöhten Schadenrückstellungen für po­tenziell negative Entwicklungen in einem unsichereren Risikoumfeld zurückzuführen.

Anlageergebnis

Das konservative Anlageportfolio von Atradius trug in einem schwierigen Umfeld mit extrem niedrigen Zinsen und volatilen Aktienmärkten mit 14,3 Mio. Euro zum Ergebnis bei.

Ergebnis nach Steuern

Infolge des Covid-19-Ausbruchs und der anschliessenden Stärkung der Reserven, die die wirtschaftlichen Auswirkungen widerspiegeln, sank das Ergebnis nach Steuern um 80,6 % auf 44,2 Mio. Euro (2019: 227,7 Mio. Euro).

Solvency-II-Quote

Unterstützt durch profitables Wachstum des Geschäftes, stabile Anlagerenditen und eine um­sichtige Risikoprüfung lag die Solvabilitätsquote von Atradius Ende 2020 erneut über 200 %1.

David Capdevila, Vorstandsvorsitzender und CEO von Atradius, erklärt: „Obwohl wir wussten, dass 2020 ein Jahr war, in dem unser Ergebnis unter Druck geraten würde, hatten in all unserem Handeln die Sicherheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität. Wir haben sichergestellt, dass unsere Mitarbeiter sicher und optimal ausgestattet sind, damit sie sich ebenfalls hervorragend um unsere Kunden kümmern konnten. Ich bin sehr stolz darauf, wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Herausforderungen gestellt und dazu beigetragen haben, dass unsere Kunden, Makler und Agenten ihre eigenen Herausforderungen bewältigen konnten. Dieses Engagement spiegelt sich in unserer Kundenbindungsrate sowie unserem Ergebnis wider.“

Ausblick

Obwohl es Jahre dauern wird, bis sich die Weltwirtschaft vollständig von der Pandemie erholt haben wird, wird von einer ersten Verbesserung in 2021 ausgegangen. Das wird man bei den Schwellenländern, allen voran China, am ehesten sehen, während für Lateinamerika und Osteuropa ein etwas geringeres Wachstum erwartet wird. Für die entwickelten Volkswirtschaften wird ein Wachstum von 3,9 % prognostiziert, wobei die Erholung in Westeu­ropa aufgrund längerer Lockdown-Phasen mehr Zeit brauchen wird. Da die staatliche Unterstützung der Wirtschaft auch 2021 fortgesetzt wird und einige Länder ihre staatlichen Absicherungsprogramme ver­längern werden, sind wir zuversichtlich, dass unser Massnahmen zur Risikosteuerung weiterhin ausgewogen und kundenorientiert sein werden.  

Über Atradius

Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen Präsenz in mehr als 50 Ländern. Die von Atradius an­gebotenen Produkte schützen Unternehmen weltweit vor den Ausfallrisiken beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf Kredit. Atradius ist Mitglied der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), einer der grössten Versicherer in Spanien und einer der grössten Kreditversicherer der Welt.

 

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Atradius Kreditversicherung

Niederlassung der Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y Reaseguros                                                   

Astrid Goldberg                                                                      

Pressesprecherin                                                                                                     

Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210                                             

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1Vorbehaltlich des Abschlusses des Auditverfahrens

 

 

25. November 2020 - Studie: Liquiditätsengpässe bei über 40 % der Schweizer Firmen

Zürich, 25. November 2020 – In der aktuellen Corona-Krise reduzieren zahlreiche Schweizer Firmen ihre Forderungsrisiken, um Zahlungsausfälle zu vermeiden und nicht selbst in Liquiditätsnöte zu geraten. Das geht aus dem aktuellen Atradius Zahlungsmoralbarometer West- und Osteuropa hervor, das der internationale Kreditversicherer jetzt veröffentlicht hat. Demnach hat mehr als die Hälfte der Schweizer Firmen (54 %) seit dem Pandemieausbruch Anfragen für Lieferungen oder Dienstleistungen mit Zahlungszielen abgelehnt – in den anderen westeuropäischen Ländern waren es im selben Zeitraum nur rund ein Drittel (34 %) der befragten Unternehmen. Gleichzeitig meldeten mehr als 40 % der eidgenössischen Firmen, dass sie nach rund einem halben Jahr Corona ernsthafte Probleme haben, genügend Liquidität aufzubringen, um den eigenen Verbindlichkeiten nachzukommen. Knapp 7 % der Forderungen der befragten Schweizer Unternehmen waren in den vergangenen Monaten uneinbringlich und mussten abgeschrieben werden. Auch der Anteil des Umsatzvolumens, der am Fälligkeitstag noch nicht bezahlt war, ist bei den Schweizer Firmen durch Corona erheblich gestiegen. Zuletzt lag er bei 46 %, was einer Zunahme von rund 70 % gegenüber der Vorjahresbefragung entspricht.

„Als die Corona-Krise einsetzte, war das Insolvenzrisiko in der Schweizer Wirtschaft bereits seit mehreren Monaten gestiegen, unter anderem aufgrund der abkühlenden Nachfrage aus dem Ausland und verhaltender Investitionsaktivitäten“, sagt Mathias Freudenreich, Country Manager von Atradius in der Schweiz. „Die Pandemie hat unsere Wirtschaft noch einmal hart getroffen, die Liquiditätsengpässe nehmen jede Woche spürbar zu. Dass die Firmen jetzt bei der Vergabe von Lieferantenkrediten besonders genau hinschauen, ist nur verständlich. Je länger eine Rechnungszahlung aussteht, desto wahrscheinlicher wird der Forderungsausfall. Gleichzeitig muss es aber darum gehen, dass die Umsätze nicht zu stark zurückgehen. Insofern unterstützen wir Firmen, verantwortungsvolle Risiken einzugehen.“

Umsatze brechen bei jedem zweiten Schweizer Unternehmen ein

Dass Schweizer Unternehmen ihre Forderungsrisiken eindämmen, zeigt sich auch am sinkenden Umsatzvolumen, bei dem ein Lieferantenkredit gewährt wurde: So lag dieser Anteil in der Corona-Pandemie nur noch bei 55 % der Umsätze der hiesigen Firmen, nach 66 % laut der Studie aus dem vergangenen Jahr. Die meisten Kreditanfragen wurden bei inländischen Kunden abgelehnt. Die Hauptgründe für die Ablehnung einer Kreditanfrage waren eine Verschlechterung der Bonität und unzureichende Informationen über das Geschäft oder die Zahlungsmoral des Kunden. Die abgelehnten Geschäfte auf Lieferantenkredit machten rund ein Drittel des gesamten Umsatzvolumens aus.  

Die durchschnittlichen Zahlungsfristen blieben gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant. Im vergangenen Jahr lagen sie bei durchschnittlich 31 Tagen, dieses Jahr bei durchschnittlich 33 Tagen.

Die rückläufige Geschäftstätigkeit durch die Corona-Pandemie hat sich bereits in rückläufigen Einnahmen bemerkbar gemacht. 52 % der befragten Schweizer Studienteilnehmer gaben an, dass ihre Umsätze in den vergangenen Monaten geschrumpft sind, 32 % meldeten bisher keine nennenswerten Auswirkungen auf der Einnahmenseite.

Bauunternehmen warten im Schnitt 170 Tage auf einen Zahlungseingang 

Aufgrund der vermehrten Zahlungsverzögerungen und -ausfälle haben sich auch die Aufwände im Forderungsmanagement bei vielen Schweizer Firmen erhöht.  30 % der befragten eidgenössischen Unternehmen gaben an, mehr Ressourcen für die Eintreibung und das Handling ausstehender Forderungen aufgewendet zu haben (regionaler Durchschnitt: 37 %).

Die durchschnittliche Forderungslaufzeit in Tagen (Days Sales Outstanding, DSO) ist in mehreren Schweizer Branchen gestiegen. In der Baubranche und im Baustoffhandel betrug der DSO-Wert zuletzt 170 Tage beziehungsweise 140 Tage. In der Transportbranche lag der Wert bei zuletzt 160 Tagen.

2021: Nur jeder dritte Schweizer Unternehmer blickt optimistisch auf das nächste Jahr

Die in der Schweiz befragten Unternehmen sind hinsichtlich der Aussichten für die Weltwirtschaft und den internationalen Handel etwas weniger optimistisch als die befragten Unternehmen im übrigen Westeuropa. Nur 36 % der Befragten erwarten eine Verbesserung (regionaler Durchschnitt: 45 %). „Noch immer ist offen, wie sich die Pandemie im nächsten Jahr auf das Geschäft auswirken könnte. Das spiegelt sich in den weitgehend pessimistischen Ansichten der Befragten wider“, sagt Mathias Freudenreich, Country Manager von Atradius in der Schweiz.

Corona:  Massive Auswirkungen auf die Liquidität von Europas Unternehmen

Die aktuelle Studie des internationalen Kreditversicherers zeigt die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem gesamten Kontinent. In Westeuropa stieg der Anteil der am Fälligkeitstag noch nicht bezahlten Rechnungen in den vergangenen Monaten auf 47 % – eine Erhöhung um zwei Drittel gegenüber der Vorjahresbefragung (29 %). In Osteuropa stiegen die verspäteten Zahlungen sogar um mehr als drei Viertel auf 45 % (Vorjahresbefragung 24 %). Der Anteil der Aussenstände am Gesamtumsatzvolumen, der nicht eingetrieben werden konnte und abgeschrieben werden musste, lag in Westeuropa in den vergangenen Monaten bei 7 %, nach 2 % vergangenen Jahr. In Osteuropa kam es bei 6 % des Umsatzes zu Forderungsausfällen, im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 1 %.

Auch die durchschnittliche Forderungslaufzeit hat sich auf dem gesamten Kontinent dramatisch erhöht:  In Osteuropa liegt der durchschnittliche DSO-Wert der Firmen bei 103 Tagen, 89 % der befragten Firmen berichteten hier zuletzt von einem Anstieg ihrer Forderungslaufzeit. In Westeuropa lag der durchschnittliche DSO-Wert zuletzt bei 98 Tagen, hier stieg er zuletzt bei mehr als 90 % der Unternehmen an.  

Das Atradius Zahlungsmoralbarometer für West- und Osteuropa enthält die Befragungsergebnisse zum Zahlungsverhalten im Firmengeschäft in 20 Ländern in den vergangenen zwölf Monaten. In Westeuropa wurden insgesamt mehr als 2.600 Firmen in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweden, der Schweiz, Spanien und dem Vereinigtes Königreich befragt; in Osteuropa mehr als 1.400 Firmen in Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Türkei.

Alle Analysen des Zahlungsmoralbarometers können im Menüpunkt Publikationen heruntergeladen werden.

Alle Ergebnisse des Zahlungsmoralbarometers Schweiz finden Sie hier.  

Über Atradius

Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen Präsenz in mehr als 50 Ländern. Die von Atradius angebotenen Produkte schützen Unternehmen weltweit vor den Ausfallrisiken beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf Kredit. Atradius ist Mitglied der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), einer der grössten Versicherer in Spanien und einer der grössten Kreditversicherer der Welt.

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Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y Reaseguros, Madrid, Zurich Branch                                                     

 

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8. September 2020 - Coronakrise: Wo noch mehr Insolvenzen drohen als 2008/2009

Zürich, 8. September 2020 – Die Corona-Wirtschaftskrise dürfte in zahlreichen Ländern zu mehr Firmenpleiten führen als die Grosse Rezession infolge der Weltfinanzkrise vor 13 Jahren. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Insolvenzprognose des weltweit zweitgrössten Kreditversicherers Atradius hervor. Mit Frankreich, Belgien und Spanien sind auch mehrere grosse Aussenhandelspartner der Schweiz unter den Volkswirtschaften, bei denen es 2020 und 2021 zu Rekordzahlen bei den Firmenpleiten kommen könnte. Den stärksten Anstieg der Insolvenzen erwartet Atradius in diesem Jahr in der Türkei, den USA, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Der Kreditversicherer prognostiziert, dass die weltweiten Firmenpleiten bis Ende 2020 um 26 % gegenüber dem Vorjahr zunehmen.

„Ein Unterschied zwischen der Grossen Rezession und der Corona-Pandemie ist die Vorlaufzeit, mit der die Realwirtschaft die Krise zu spüren bekommt. Während sich das Platzen der US-Immobilienblase vor 13 Jahren erst Monate später auf die Industrie und die einzelnen Branchen auswirkte, haben die im März einsetzenden Schutzmassnahmen die Geschäftstätigkeiten aller Unternehmen unmittelbar getroffen“, sagt Mathias Freudenreich, Country Manager von Atradius in der Schweiz. „Die erlassenen Gesetze zur Stabilisierung der Wirtschaft mildern den Konjunktureinbruch und die Insolvenzzahlen zwar noch ab. Dennoch sind die Unsicherheiten im Exportgeschäft bereits jetzt so gross wie seit Jahrzehnten nicht mehr, unter anderem, weil mit den Rettungspaketen auch zahlreiche Firmen am Leben gehalten werden, die unter normalen Bedingungen nicht mehr am Markt bestehen könnten. Die weitere Entwicklung des Zahlungsrisikos im internationalen Handel hängt davon ab, wie die Pandemie in den kommenden Wochen verläuft, welche Schutzmassnahmen getroffen werden müssen und wie lange Rettungspakete in Kraft sind.“

In Spanien könnte es zu mehr als doppelt so viele Insolvenzen kommen wie 2008/2009

Besondere Vorsicht ist laut Atradius derzeit bei Abnehmern in Ländern geboten, in denen lange und restriktive Corona-Schutzmassnahmen gelten, wodurch die Produktion und der Verkauf von Waren und Dienstleistungen stark eingeschränkt ist. Daneben trifft die Krise jene Länder besonders hart, deren Wirtschaft stark vom Tourismus und von Dienstleistungen abhängt – also von Sektoren, die durch die Corona-Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen sind.

Vergleicht man das Insolvenzniveau der Jahre 2008 und 2009 mit dem in 2020 und 2021 prognostizierten Level, zeigt sich, dass bei Geschäften mit spanischen Firmen infolge der Corona-Pandemie ein mehr als doppelt so hohes Zahlungsausfallrisiko besteht wie zur Hochphase der Finanz- und Wirtschaftskrise. Ein Grund hierfür ist der hohe Anteil der Tourismusbranche an der spanischen Wirtschaftsleistung. Unternehmen, die von den in- und ausländischen Besuchern abhängen, erleiden unmittelbar gravierende Umsatzeinbrüche, sobald Reisebeschränkungen in Kraft treten. Schnell entstehen dann Liquiditätsengpässe.

Unsicherheiten steigen mit dem Auslaufen der Rettungspakete

Auch in Frankreich, dem fünftgrössten Aussenhandelspartner der Schweiz, dürften die Insolvenzzahlen bis Ende 2021 höher sein als zum Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise. Ursache hierfür ist die zeitweise Aufhebung der Insolvenzmeldepflicht. Aus Sicht von Atradius ist es sehr wahrscheinlich, dass die Firmenpleiten in Frankreich im kommenden Jahr stark ansteigen, sobald die Sonderregeln aufgehoben werden.

Dass auch in Belgien die Insolvenzzahlen in diesem und im kommenden Jahr höher sein dürften als 2008 und 2009, ist unter anderem mit dem verhältnismässig starken Konjunkturrückgang zu erklären, ebenso der starke Anstieg der Firmenpleiten in den Niederlanden (Ende 2021: +39 % gegenüber 2019). Bei der Türkei (2020: +41 % Insolvenzen gegenüber 2019) kommt erschwerend hinzu, dass die fiskalpolitischen Massnahmen den Firmen des Landes nur unzureichend zusätzliche Liquidität verschaffen.  

Brexit und Corona: Doppelter Stress für die Konjunktur des Vereinigten Königreichs

Der voraussichtliche Anstieg des Zahlungsrisikos im Vereinigten Königreich (2021: +25 % gegenüber 2019) wird ausser vom Konjunkturrückgang durch Corona auch von den weiter anhaltenden Brexit-Unsicherheiten getrieben. Immer noch nicht konnten sich die britische Regierung und die Europäische Union auf ein Ausstiegsabkommen einigen. Sollte es dabei bleiben, gelten für Geschäfte Grossbritanniens mit den Mitgliedsstaaten der EU ab 2021 die Regeln der Welthandelsorganisation.  

USA: Anstieg der Insolvenzen um 39 % in diesem Jahr

Auch in den USA dürfte die Wirtschaftsleistung infolge der Corona-Pandemie erheblich zurückgehen – wenn auch nicht ganz so stark wie in vielen südeuropäischen Ländern. Dennoch wird in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr die Zahl der Firmenpleiten beträchtlich ansteigen (+39 % gegenüber 2019). Ein Grund hierfür ist, dass das Lohn- und Gehaltssicherungsprogramm der US-Regierung (PPP, Paycheck Protection Program) einen geringeren Effekt hat als viele Hilfsmassnahmen für Unternehmen in EU-Staaten.

Die vollständige Insolvenzprognose von Atradius inklusive der aktuellen Analyse der Volkswirtschaftsexperten des Kreditversicherers kann kostenlos im Menüpunkt Publikationen unter www.atradius.ch heruntergeladen werden.

Über Atradius

Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen Präsenz in mehr als 50 Ländern. Die von Atradius angebotenen Produkte schützen Unternehmen weltweit vor den Ausfallrisiken beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf Kredit. Atradius ist Mitglied der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), einer der grössten Versicherer in Spanien und einer der grössten Kreditversicherer der Welt. Weitere Informationen finden Sie online unter www.atradius.ch  

 

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8. Juli 2020 - Zahlungsmoralbarometer Nordamerika

Zahlungsmoralbarometer Nordamerika – Anstieg der Zahlungsverzögerungen aufgrund weltweiter Rezession

Zürich/Baltimore, 08.07.2020. – Die heute veröffentlichte Studie zum Zahlungsverhalten in Nordamerika zeigt bereits die ersten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die diesjährigen Umfrageergebnisse von Unternehmen im B2B-Geschäft in den USA, Mexiko und Kanada zeigen eine Beeinträchtigung des Cashflows und eine zunehmende Abhängigkeit von Bankfinanzierungen. Die Unternehmen kämpfen mit den Einschränkungen durch die Lockdowns und der Zahlungsverzug steigt massiv.

Laut der aktuell veröffentlichten Studie des internationalen Kreditversicherers Atradius waren auf die gesamte Region bezogen 43 % der insgesamt ausgestellten Rechnungen zum Fälligkeitsdatum unbezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr (25 %) ist dies ein erheblicher Anstieg. Auch die Anzahl der Rechnungen, die mit mehr als 90 Tage überfällig sind, hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 13 % verdoppelt. Darüber hinaus wurden 4 % des Gesamtwertes der ausstehenden Rechnungen abgeschrieben.

Besonders in den USA haben sich die Werte verschlechtert. Bereits in der Umfrage des vergangenen Jahres war eine Trendwende hin zu einem Anstieg der Zahlungsverzögerungen abzusehen. Grund waren die anhaltenden handelspolitischen Konflikte und die konjunkturelle Abschwächung der Weltwirtschaft. Covid-19 hat diesen Trend noch einmal verschärft. Unternehmen in den gesamten USA berichten im Jahresvergleich über einen Anstieg der Zahlungsausfälle von 72 %. Länderübergreifend zeigen Sektoren wie Chemie, Papier, Automobilindustrie und Agrarwirtschaft Anzeichen von zunehmendem wirtschaftlichem Stress. So musste die mexikanische Papierindustrie beispielsweise 8 % des Gesamtwerts der Forderungen als uneinbringlich abschreiben. In Kanada waren 40 % des Gesamtwertes der B2B-Rechnungen aus den Branchen Agrar-, Lebensmittel- und Chemie überfällig.

Alle drei Länder befinden sich mittlerweile in einer Rezession und die Aussichten sind düster. „Jährliche Erhebungen zum Verhalten und zur Stimmung von Unternehmen können einen sehr guten Einblick in die Widerstandsfähigkeit einer Region geben. Das Zahlungsmoralbarometer 2020 für die USA, Mexiko und Kanada liefert uns zwei wichtige Erkenntnisse. Auf der einen Seite steht der dramatische Anstieg überfälliger Zahlungen und die offensichtlichen Anzeichen dafür, dass die Region sich bereits in der Rezession befindet. Auf der anderen Seite zeigen die Ergebnisse, dass die Unternehmen weiterhin optimistisch sind und auf eine bessere Zukunft und Wachstum hoffen – trotz der aktuell düsteren Zahlen. Beide Entwicklungen hängen selbstverständlich vom weiteren Verlauf der Covid-19-Krise und der Effektivität der Maßnahmen in den Regionen ab, um diese negativen Auswirkungen der Krise zu bewältigen“, so Mathias Freudenreich, Country Manager von Atradius in der Schweiz. Als Grund für den Optimismus gaben die befragten Unternehmen an, dass die Banken weiterhin Kredite zur Verfügung stellen werden und so die Auswirkungen des sich verschlechternden Cashflows abgefedert werden können. Zudem plant die Mehrheit der befragten Unternehmen, ihre Kreditmanagement-Prozesse zu verschärfen. Dafür wollen sie ihr Risikomanagement – wie zum Beispiel durch eine Kreditversicherung – auslagern, Risikokonzentrationen verringern sowie die Ressourcen zur Eintreibung von Schulden aufstocken.

Das Atradius Payment Practices Barometer ist eine jährliche Umfrage der Atradius N.V. zu den B2B-Zahlungspraktiken. Die USMCA-Ausgabe untersucht das Zahlungsverhalten in den USA, Mexiko und Kanada.

Das vollständige Payment Practice Barometer von Atradius kann kostenlos im Menüpunkt Publikationen unter www.atradius.ch heruntergeladen werden.

 

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1. Juli 2020 - Weltwirtschaft wappnet sich gegen schwere Rezession

Weltwirtschaft wappnet sich gegen schwere Rezession

Zürich, 01.07.2020. – Die rasant schnelle Ausbreitung von Covid-19 und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Welt, wird voraussichtlich zur schlimmsten Rezession seit rund 40 Jahren führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des internationalen Kreditversicherers Atradius. Laut des Ende Juni erschienen Economic Outlook wird die Rezession stark abhängig sein von der Entwicklung eines Impfstoffs sowie der Aufhebung der Lockdowns.

Für nahezu jedes Land gehen die Experten für 2020 von negativem Wirtschaftswachstum aus. Durch international verwobene Lieferketten wird die Rezession die ganze Welt betreffen und den Welthandel insgesamt voraussichtlich um 15 % schrumpfen lassen. Eine robuste wirtschaftliche Erholung für 2021 ist zwar möglich, hängt aber in ihrer Schnelligkeit und Tiefe erheblich von der Aufhebung der Lockdown-Maßnahmen ab. Der wirtschaftliche Preis der gezahlt werden muss, wird angesichts der derzeitigen Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte, die anzunehmende Zahl der Unternehmensinsolvenzen sowie die Finanzhaushalte der Länder weltweit hoch sein. Global schnüren Regierungen umfangreiche Finanzpakete und lockern ihre Geldpolitik, um die Rezession zu entschärfen.

Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird die Rezession am härtesten treffen mit einem Rückgang des BIP um voraussichtlich 6,6 % in 2020. Besonders die Eurozone peilt mit einem prognostizierten Rückgang von rund 8 % einen historischen Tiefstwert für 2020 an. Liegt Deutschland mit einem prognostizierten Rückgang von -6,1 % noch unter dem Eurozonen-Schnitt, trifft es Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien mit einem Rückgang des BIP von mehr als 9 % deutlich stärker. Während für vereinzelte Länder eine Rückkehr zu Vor-Pandemie Zahlen für 2021 anzunehmen ist, wird sich die Mehrheit der EU-Staaten voraussichtlich nur teilweise schnell erholen können. Besonders hart trifft es mit einem BIP-Rückgang von 10,8 % auch UK, das bereits durch ihren Austritt aus der EU stark vorbelastet war.

In den USA waren bereits vorhandene negative Effekte durch den Handelskrieg mit China, wie die steigenden Arbeitslosenzahlen, spürbar. Die Auswirkungen der Pandemie haben diese Effekte verstärkt und führen zu einem voraussichtlichen Rückgang des BIP von 6,1%.

Aber auch das Wachstum in den Schwellenländern wird 2020 stark zurückgehen. Aufgrund der raschen Ausbreitung von COVID-19 in jüngster Zeit in einer Reihe größerer Schwellenländer könnten die Prognosen sich in den kommenden Monaten weiter verschlechtern.

China hat gute Chancen, die einzige große Volkswirtschaft zu werden, die in diesem Jahr eine Rezession vermeiden oder im weltweiten Vergleich zumindest abfedern kann. Nach mehreren Monaten vollständigem Lockdown, fährt das Land die Wirtschaft langsam wieder hoch. Aufgrund der Unterbrechung von Handelsströmen, und einer geringen Nachfrage aus Ländern wie der USA und der Eurozone wird das BIP allerdings mit 1,5 % nur knapp im Plus liegen oder sich mit leicht negativem Wert dem Rest der Welt in der Entwicklung anschließen.

Auch für Russland liegt die BIP-Prognose im Minus und beläuft sich in 2020 voraussichtlich auf -6,2%. Das Land, dessen Haupteinnahmequelle Öl ist, wurde von Covid-19 getroffen als es sich mit Saudi-Arabien in einem Preiskampf befand. Der anhaltend niedrige Ölpreis und die bestehenden Handelsblockaden, wie die Nachfrage nach Öl, beeinflussen die Wachstumsprognose nun zusätzlich negativ.

Atradius hat eine Basisprognose für die wirtschaftliche Entwicklung erarbeitet. Sie beruht auf der Annahme, dass entweder ein Impfstoff entwickelt wird, oder dass sich die Weltwirtschaft auf die neuen Bedingungen in einer wirtschaftlich tragfähigen Art und Weise anpassen wird. Unter dieser Grundvoraussetzung geht Atradius davon aus, dass weltweit das BIP in 2021 wieder auf Wachstum zurückkehren wird. Allerdings wird das Wachstum deutlich langsamer vonstattengehen als der bisherige Rückgang. Sollte diese Basisprognose nicht eintreten, werden sich die Aussichten deutlich eintrüben.

„Die weltweiten Lockdowns waren unabdingbar um die Corona-Pandemie einzudämmen, allerdings hatten sie enorme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Wenn diese Maßnahmen jedoch wirksam und erfolgreich sind, werden sie uns in die Lage versetzen, schnell wieder auf den Wachstumskurs zurück zu kehren. Für Unternehmen ist es derzeit besonders wichtig, vermehrt das Augenmerk auf ihr Kreditmanagement zu richten und diese Prozesse zu optimieren, um weiterhin erfolgreich Geschäfte zu machen“, so Mathias Freudenreich, Country Manager von Atradius in der Schweiz.

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12. März 2020 - Atradius steigert Jahresergebnis auf 227,7 Mio. Euro

Atradius steigert Jahresergebnis um 12,4 % auf 227,7 Millionen Euro, die Prämieneinnahmen steigen um 6,7 %

 

  • Die Brutto-Prämieneinnahmen stiegen um 6,7 % (um 6,1 % bei konstanten Wechselkursen)
  • Die Gesamteinnahmen stiegen um 6,0 % und überschritten die Marke von
    2 Milliarden Euro
  • Das Ergebnis nach Steuern stieg um 12,4 % auf 227,7 Millionen Euro
  • Brutto-Schaden-Kostenquote bleibt stabil bei 78,7 %
  • Netto-Versicherungs- und Service-Ergebnis wächst um 21,3 % auf 325,4 Millionen Euro
  • Eigenkapital und nachrangige Verbindlichkeiten verbessern sich um
    weitere 8,7 %
  • Solide Solvabilitätsquote von über 200 %1
  • Kundenbindungsrate erreicht hervorragende 93,4 % und spiegelt die hohe Serviceorientierung von Atradius wider

1 Vorbehaltlich des Abschlusses des Auditverfahrens

Amsterdam/Zürich, 12. März 2020

Die wichtigsten Zahlen (in Mio. Euro) im Überblick 2019 2018 Änderung in %
Brutto-Prämieneinnahmen    1.759,5   1.648,5     6,7 %
Versicherungseinnahmen 1.896,0   1.781,0     6,5 %
Brutto-Gesamteinnahmen (Versicherung und Service) 2.012,0     1.898,0     6,0 %
Versicherungs- und Service-Ergebnis 325,4   268,3     21,3 %
Ergebnis nach Steuern 227,7     202,7     12,4 %
Brutto-Schadenquote (Brutto-Schadensumme/Gesamteinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft)     42,8 %     43,7 %     -0,9 %
Brutto-Kostenquote 
(Bruttokosten/Gesamteinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft)
35,9 %     35,5 %     0,4 %
Brutto-Schaden-Kostenquote 78,7 %   79,2 %   -0,6 %
Bilanzsumme Aktiva 5.067,4     4.725,3   7,2 %
Eigenkapital und nachrangige 
Verbindlichkeiten  
 2.332,7     2.145,2  8,7 %

Prämieneinnahmen
Die Brutto-Prämieneinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft von Atradius stiegen 2019 um 6,7 % (bei konstanten Wechselkursen um 6,1 %) auf 1.759,5 Mio. Euro (2018: 1.648,5 Mio. Euro). Der Anstieg der Einnahmen aus Kreditversicherung war in fast allen Regionen stabil und nachhaltig, dabei zeigen die Regionen Asien, Grossbritannien und Irland, Nord- und Zentraleuropa, Nordamerika sowie die Geschäftssparte für multinationale Kunden (Global) die stärksten Wachstumsraten.

Schäden

Atradius erreichte 2019 eine solide Brutto-Schadenquote von 42,8%, was insbesondere auf weniger Grossschäden im Vergleich zu 2018 zurückzuführen ist.

Kosten

Die Brutto-Kostenquote stieg 2019 moderat auf 35,9 % von 35,5% in 2018. Dieser Anstieg resultiert aus umfangreichen Investitionen in Innovationen und technologische Entwicklungen, die darauf abzielen, die betriebliche Effizienz und die Kundenorientierung weiter zu verbessern.

Versicherungs- und Service-Ergebnis

Das Netto-Versicherungs- und Service-Ergebnis von Atradius verbesserte sich um 21,3 % auf 325,4 Millionen Euro nach 268,3 Millionen Euro in 2018.

Anlageergebnis

In einem schwierigen Umfeld mit niedrigen oder negativen Zinssätzen und volatilen Aktienmärkten erwirtschaftete das umsichtige Anlageportfolio von Atradius ein Ergebnis von 25,9 Mio. Euro.

Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern stieg von 202,7 Millionen Euro um 12,4 % auf 227,7 Millionen Euro. Dies spiegelt das hervorragende Versicherungsergebnis des Jahres wider, das von einem starken Umsatzwachstum und einer soliden Schadenquote getragen wird.

Solvency-II-Quote

Unterstützt durch profitables Wachstum des Geschäftes und stabile Anlagerenditen übertraf die Atradius Solvabilitätsquote Ende 2019 erneut 200 %1.
 

1Vorbehaltlich des Abschlusses des Auditverfahrens

Ausblick

Es wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr moderater ausfallen wird, da die handelspolitischen Spannungen bestehen bleiben und den Welthandel sowie die Wirtschaftstätigkeit belasten. Das Wachstum in der Eurozone wird verhalten sein. Auch das Wachstum in den USA wird voraussichtlich moderater ausfallen. Trotz der Verlangsamung des Wachstums in China wird Asien weiterhin der Motor des globalen Wachstums sein. Eine allgemeine Verschlechterung der Insolvenzaussichten, insbesondere in Grossbritannien und in den Schwellenländern, dürfte die Nachfrage nach Atradius-Produkten und -Dienstleistungen weiter verstärken.

David Capdevila, CEO von Atradius, kommentiert: „2019 war ein Jahr voller Unsicherheiten für den internationalen Handel. Die Geschäftstätigkeiten haben jedoch weiter zugenommen. In diesem Umfeld ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen erneut angestiegen. Für 2020 erwarten wir eine ähnliche Entwicklung. Wir gehen von einem verhaltenen, weltweiten BIP-Wachstum bei gleichzeitiger Zunahme der Insolvenzen aus. Beide Faktoren schaffen ein günstiges Umfeld für das kontinuierliche Wachstum unserer Einnahmen.“

Über Atradius

Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, Bürgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen Präsenz in mehr als 50 Ländern. Die von Atradius angebotenen Produkte schützen Unternehmen weltweit vor den Ausfallrisiken beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf Kredit. Atradius ist Mitglied der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), einer der grössten Versicherer in Spanien und einer der grössten Kreditversicherer der Welt.

 

Für weitere Informationen:

Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y Reaseguros, Madrid, Zurich Branch                                                     

 

Astrid Goldberg                                                                                

Pressesprecherin                                                                   

Telefon: +41 43 300 6460                                           

E-Mail:  astrid.goldberg@atradius.com   

 

Stefan Deimer

Pressereferent

Telefon: +41 43 300 6460        

E-Mail: stefan.deimer@atradius.com

 

 

Atradius arbeitet in der Schweiz mit einem erfahrenen und kompetenten Team aus Underwritern, Account und Sales Managern sowie Inkasso- und Schadenspezialisten. Informationen zu den Produkten und Dienstleistungen finden Sie online unter www.atradius.ch.

 

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